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Presseerklärung in Bezug auf Antisemitismusvorwürfe

Der Caritasverband für Stadt und Landkreis Hildesheim hat die öffentliche Kritik an der personellen Besetzung der Service- und Beratungsstelle gegen Radikalisierung und Demokratiefeindlichkeit (RADIUS) sehr ernst genommen. Nach sorgfältiger Prüfung und Gesprächen mit dem Mitarbeiter und den Projektpartnern hat der Verband der Bitte des Mitarbeiters entsprochen und ihn von dem Projekt abgezogen. Der Caritasverband für Stadt und Landkreis Hildesheim wird ihn an anderer Stelle weiterbeschäftigen.

„Wir möchten die Arbeit von RADIUS nicht durch die aktuelle Diskussion über die im Raum stehenden Vorwürfe überlagern lassen“, erklärt Caritas-Vorstand Dr. John G. Coughlan zu den Beweggründen. An der fachlichen Qualifikation und den politischen Einstellungen des in Deutschland geborenen Mitarbeiters, dessen Vater libanesische Wurzeln hat, gebe es weiterhin keine Beanstandungen. Zu diesem Ergebnis kommt der Verband nach der sorgfältigen Prüfung der letzten Tage.

Sein vorheriger Arbeitgeber, die Sozialagentur Cluster, hat aufgrund der damaligen Vorwürfe in Bezug auf seine Lehrtätigkeit an der HAWK Hildesheim intensive Gespräche mit ihm geführt, um seine Gesinnung und Eignung zu prüfen. Auch in seiner Arbeit mit den Jugendlichen wurde sehr sensibel auf seine Äußerungen und Einstellungen geachtet. Dabei konnte zu keiner Zeit eine Verfehlung oder gar antisemitisches Verhalten bzw. Äußerungen festgestellt werden.

Auch die Prüfung seiner Lehrveranstaltungen durch die HAWK hat keinerlei Hinweise oder Kritik hinsichtlich einer politisch oder inhaltlich unausgewogenen Lehre ergeben.

Der Mitarbeiter kann nachvollziehen, dass seine Facebook-Posts aus den Jahren 2014/2015 auf Unverständnis gestoßen sind. Er legt Wert darauf, dass er niemals antisemitisches Gedankengut verbreiten wollte und derartige Positionen auch nie vertreten hat. Entsprechende Anschuldigungen weist er entschieden zurück.

„Wir verurteilen ohne Wenn und Aber jede antisemitische Äußerung, egal von wem, oder in welchem Kontext“, stellt Coughlan klar. Ebenso missbillige der Verband jeden unsensiblen und zu Missverständnissen führenden medialen Umgang mit der israelischen Politik. „Wir setzen uns für einen verantwortlichen Umgang mit sensiblen Themen ein.“