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Präventionsprojekt "HaLT"

Rund 100 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren werden mittlerweile pro Jahr wegen einer Alkoholvergiftung in Hildesheim stationär in einem Krankenhaus behandelt. Um diesen Kindern und Jugendlichen als auch deren Eltern zu helfen, bietet die Suchthilfe Hildesheim das Präventionsprojekt "HaLT - Hart am LimiT" in Kooperation mit den beiden Krankenhäusern St. Bernward und Helios an.

Noch im Krankenhaus erfolgt eine Kontaktaufnahme. Dabei wird ein so genanntes Brückengespräch angeboten, in dem auf Risikosituationen im Zusammenhang mit einem hohen Alkoholkonsum aufmerksam gemacht wird. Zusätzlich zu diesen Einzelberatungen gibt es für betroffene Jugendliche ein 8- bis 12-stündigen Gruppenangebot, bei dem sie sich mit dem riskanten Konsumverhalten auseinander setzen.

Eine Vielzahl von Studien belegt die Wirksamkeit einer Kurzintervention, wenn sie frühzeitig und durch qualifizierte Pädagogen erfolgt. Zudem können suchtgefährdete Jugendliche zu einem sehr frühen Zeitpunkt in umfassende Hilfen eingebunden werden.

 

 

Koordination HaLT in Hildesheim

Christiane Aßmann
Soziale Arbeit/BA, Präventionsfachkraft
E-Mail: christiane.assmann@caritas-hildesheim.de
Telefon: 0 51 21 / 16 77 230 oder 01 63 / 501 67 64

 

HaLT offene Sprechstunde für Jugendliche und/oder Eltern

Montags von 16.00 bis 17.00 Uhr oder nach Vereinbarung im Caritashaus, Pfaffenstieg 12, 31134 Hildesheim (Raum 113)

 

Kooperationspartner

 

 

Förderer

Nur dank der folgenden Stiftungen und Förderer kann das Projekt HalT durchgeführt werden: 

 

 

 

 

Das Präventionsprogramm

„HaLT – Hart am LimiT“ ist ein bundesweites Alkoholpräventionsprojekt, das entwickelt wurde, um den Trend der steigenden Zahlen der Kinder und Jugendlichen, die wegen Alkoholintoxikation in Krankenhäusern behandelt werden müssen, entgegen zu wirken. Die schnelle und frühe Intervention bei exzessivem Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen und die Sensibilisierung für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol und verbesserte Einhaltung des Jugendschutzes stehen dabei im Mittelpunkt.

Das Projekt basiert auf zwei Bausteinen, die sich ergänzen und gegenseitig verstärken.

1. Reaktiver Baustein

Kinder und Jugendliche, die (erstmalig) durch exessiven Alkoholkonsum auffallen, werden von HaLT-Akteueren individuell beraten (Frühintervention) und mit einem Gruppenangebot begleitet. Dies zielt vor allem auf eine Reflexion des eigenen Verhaltens ab, außerdem werden Risiken im Umgang mit Alkohol bzw. das eigene Risikoverhalten allgemein thematisiert. Diese Maßnahmen bieten Kindern und Jugendlichen mit riskantem Alkoholkonsummuster, vor allem nach einer schweren Alkoholvergiftung, z.B. noch im Krankenhaus systematisch Hilfen an und zeigen Wege zum verarbeiten des Erlebten auf. Darüber hinuas werden die Eltern mit einbezogen (Elterngespräch).

2. Proaktiver Baustein

Im proaktiven Projektteil steht u.a. die die konsequentere Einhaltung des Jugendschutzes bei Festveranstaltungen, in Gaststätten und dem Handel im Vordergrund. Damit soll dem Alkoholmissbrauch durch kommunal verankerte Präventionsansätze unter Einbindung vieler regionaler Kooperationspartner entgegengewirkt werden. Außerdem wird das Thema in die Schulen getragen, bei Klassenfahrten bearbeitet u.ä. Das bedeutet, während der reaktive Baustein die Zielgruppe der riskant Alkohol konsumierenden Jugendlichen anspricht, wendet sich der proaktive Baustein vorwiegend an Erwachsene.

www.halt-projekt.de