Queere Jugendberatung: Neues Caritas-Angebot „Kaleido“
Beratung rund um Fragen zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität
Queere Lebensweisen sind heute sichtbarer denn je — in Schulen, sozialen Medien und der Öffentlichkeit. Gleichzeitig fehlt es vielerorts noch an verlässlichen Informationen und Austauschmöglichkeiten sowie an unterstützenden Ansprechpersonen. Für viele junge Menschen bleiben somit Fragen zu Identität, Coming-out oder Diskriminierung mit Unsicherheit verbunden. Mit ihrem neuen Beratungsangebot „Kaleido“ will die Jugend- und Familienhilfe des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Hildesheim e.V. hier Abhilfe schaffen.
Die kostenlose queere Jugendberatung richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 12 und 26 Jahren, die Fragen zu ihrer sexuellen Orientierung, ihrer geschlechtlichen Identität oder queeren Lebensrealitäten haben. Immer dienstags von 15 bis 18 Uhr findet eine offene Sprechstunde statt.
„Kaleido“ bietet die Möglichkeit, sich in einem vertraulichen Rahmen über Themen wie Gender, Liebe und Beziehungen auszutauschen und begleitet junge Menschen bei ihrem Coming-out und ihrer Selbstfindung. Auch bei Konflikten in Familie, Schule oder Ausbildung sowie bei Diskriminierung und Ausgrenzung unterstützt die queere Jugendberatung der Caritas. Falls erforderlich kann „Kaleido“ die Ratsuchenden an weitere Hilfsangebote vermitteln.
„Mit ‚Kaleido‘ schaffen wir ein Beratungsangebot für queere junge Menschen, das verlässliche Unterstützung, persönliche Beratung und einen geschützten Raum bietet – offen, wertschätzend und frei von Ausgrenzung. Junge Menschen brauchen Orte, an denen sie gehört, ernst genommen und in ihrer Individualität gestärkt werden“, erläutert die Geschäftsbereichsleiterin der Caritas-Jugend- und Familienhilfe Christina Kühlcke.
Offene Sprechstunde
Für die offene Sprechstunde von „Kaleido“ am Dienstag von 15 bis 18 Uhr ist keine vorherige Terminabsprache erforderlich. Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und unabhängig von Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung. Das Angebot der offenen Sprechstunde können auch Eltern, Angehörige und Vertrauenspersonen bei Fragen und Unsicherheiten wahrnehmen. Die Berater*innen sind an die Schweigepflicht gebunden. Auf Wunsch findet die Beratung auch anonym statt.